Beim Buchardt Audio-System handelt es sich um eine hochentwickelte Raumkorrektur, die einen enormen Effekt bringt und zugleich komfortabel und verständlich hinsichtlich der Handhabung ist. Sie arbeitet höchst zielgerichtet und ungemein präzise, bekämpft Raummoden mit großem Erfolg und leistet einen gewichtigen Beitrag zu einem klaren, konturenreichen Bass. In den folgenden Textabschnitten beleuchten wir alle speziellen Eigenschaften, die die Buchardt Audio-Raumkorrektur auszeichnet.
Kontinuierliche Schallfeldabtastung, CSS
Die Buchardt-Raumoptimierungsmethode berücksichtigt alle oben genannten Effekte bei der Kalibrierung. Wenn Sie mit dem Mikrofon durch den Raum gehen und dabei alle Positionen im Raum abdecken, wird jede einzelne Raummode identifiziert und genau berechnet, wie diese effektiv abgeschwächt werden kann.
Buchardt Audios App kann den durch die Lautsprecherpositionierung verursachten Randeffekt und die durch den Rand verursachten Störungen klar und deutlich identifizieren. Buchardt Audio bezeichnet diese Methode als „Continuous Soundfield Sampling“, kurz CSS. Der Vorteil dieser Methode ist, dass dem System im Vergleich zu diskreten Punktmessungen sehr deutlich mehr Daten zur Verfügung stehen. Bei diskreten Punkten wissen Sie nicht, ob Sie sich in einem Minimum oder Maximum eines Raummodus befinden - und das Risiko, auf dieser Grundlage falsche Korrekturen vorzunehmen, ist hoch.
Nur sinnvolle Korrekturen
Da sich die Raumakustik nur bei Frequenzen unterhalb der Schröderfrequenz auswirkt, korrigiert die Buchardt-Kompensation nur Frequenzen unterhalb derselben. Buchardt erfasst jedoch Daten bis hinauf zum Hochtonbereich. Diese werden verwendet, um die niederfrequente Ausgabe mit der hochfrequenten Ausgabe abzugleichen, um ein perfekt ausbalanciertes Ergebnis zu erhalten. Da die Korrekturen bei niedrigen Frequenzen recht signifikant sind, kann es manchmal schwierig sein, zu erkennen, wo die "natürliche" Reaktion des Lautsprechers liegt - deshalb verwendet Buchardt den Hochfrequenzteil, um die beiden Bänder perfekt aufeinander abzustimmen.
Die Implementierung der Korrektur
Die Mathematik und die Analysewerkzeuge, die zur Analyse der CSS-Daten verwendet werden, sind recht umfangreich. Aber die CPU eines Smartphones (bisher nur iPhones, 6S - 15) erledigt sämtliche Analyse- und Rechenvorgänge zuverlässig und schnell. Buchardt Audio forschte intensiv und es war zusätzlich viel Innovationskraft notwendig, um ein so leistungsstarkes,, zugleich aber so einfach zu handhabendes System zur Serienreife zu entwickeln. Wie ein IIR-Filter berechnet werden kann und wie sichergestellt werden kann, dass er stabil funktioniert, dabei aber trotzdem perfekt zu Buchardts Ziel-Raum-EQ-Verhalten passt – das alles zu schaffen, gleicht einer echten Meisterleistung. Nach der Berechnung durch die Telefon-CPU werden die Daten an den SUB10 übertragen.
Wie wird das gemacht?
Um die Raumkorrektur durchzuführen, benötigen Sie das spezielle Zen-Mikrofon oder kalibrierte iPhones, d. h. die Modelle 6S bis 15. Zu beachten ist, dass nur einmal ein iPhone benötigt wird.
Das heißt, dass man nicht zwingend selbst ein iPhone besitzen muss. Solange es einen Freund oder ein Familienmitglied gibt, das ein iPhone (6S - 15) besitzt, kann die Messung problemlos einmalig ausgeführt werden.
Nur, wenn der SUB10 an einen anderen Platz gebracht wird, muss die Korrektur erneut durchgeführt werden. Nur iPhones (6S - 15) und Zen-Mikrofone sind für das System kalibriert, nicht iPads oder Android-Telefone! Hinweis: Mit dem Zen-Mikrofon können Sie sowohl iOS als auch Android verwenden.
Die Buchardt-Raumkorrektur wurde für jedes iPhone-Modell seit dem iPhone 6S bis zum iPhone 15 kalibriert. Buchardt hat sich für iPhones entschieden, da die Apple-Smartphones eine sehr geringe Toleranz bezüglich ihrer Qualitätskontrolle haben. Das bedeutet, dass Buchardt Audio trotz vergleichsweise einfacher Mikrofone in den iPhones darauf vertrauen kann, dass sie die von der App benötigten Daten innerhalb einer sehr akzeptablen Toleranz für niedrige Frequenzen liefern. Um das Rauschen der Mikrofone zu umgehen, nimmt das System in der einen Minute, die der Messvorgang dauert, Tausende von Messungen vor. Mit dem neu erschienenen Zen-Mikrofon erhalten Sie eine etwas bessere Auflösung der Messungen, insbesondere unterhalb von 40 Hz.
Um loszulegen, laden Sie die Buchardt-App aus dem App Store herunter. Wenn Sie die Raumkorrektur über die Buchardt-App starten, erzeugt der Subwoofer ein rosa Rauschen, und ein Countdown von 60 Sekunden startet. Gehen Sie während dieses Countdowns mit dem Zen oder dem iPhone im Raum umher und versuchen Sie, mit großen kreisförmigen Bewegungen so viel „Raumluft“ wie möglich einzufangen. Hierbei sollte man sich aber nicht näher als etwa 1 Meter (40") vom Subwoofer aufhalten.
Wenn die Zeit abgelaufen ist, wird Ihnen der Frequenzgang Ihres Raumes angezeigt, damit Sie eine Vorstellung davon bekommen, wo Ihre Raummoden innerhalb des Frequenzbandes liegen. Das iPhone nutzt dann die Rechenleistung des internen Prozessors, um alle gesammelten Daten zusammenzustellen und daraus den perfekten Bassfilter zu berechnen. Letzterer ist dann exakt auf Ihren Raum und die jeweilige Aufstellung der Lautsprecher zugeschnitten. In der Folge ist es möglich, zwischen "korrigiert" und "unkorrigiert" umzuschalten – und hier nimmt man dann umgehend den enormen Unterschied wahr.